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  30. Juli 2026

alfons.io

IoT im Hotel: Mit Sensordaten den Betrieb gezielter steuern

Steigende Kosten, knappe personelle Ressourcen und hohe Erwartungen der Gäste fordern Hotelbetriebe täglich. Hotel Usage Analytics und Service-Buttons schaffen die nötige Transparenz, um das Housekeeping gezielter zu planen, Reinigungskosten um 25 Prozent zu senken und Raumklima sowie Wasserhygiene laufend im Blick zu behalten.

IoT im Hotel: Mit Sensordaten den Betrieb gezielter steuern

Hotelbetriebe zwischen hoher Nachfrage und steigenden Kosten

Die Schweizer Hotellerie verzeichnete 2025 mit 43,9 Millionen Logiernächten den dritten Rekord in Folge. Auch die Wintersaison 2025/26 erreichte einen historischen Höchstwert. Gute Nachfrage bedeutet jedoch nicht automatisch bessere Margen: Fast jeder zweite von HotellerieSuisse befragte Betrieb meldete für die Wintersaison 2025/26 steigende Kosten – besonders stark ins Gewicht fielen die Personalkosten.

Hotelmanager müssen deshalb einen anspruchsvollen Spagat bewältigen: die Servicequalität sichern, Mitarbeitende entlasten und gleichzeitig Kosten, Energieverbrauch und betriebliche Risiken im Griff behalten.

Digitale Lösungen helfen dort, wo sie wiederkehrende Aufgaben vereinfachen und den Mitarbeitenden mehr Zeit für die persönliche Betreuung der Gäste geben. Entscheidend ist jedoch nicht möglichst viel Technologie, sondern die richtige Information im richtigen Moment.

Im Hotel fehlt es oft nicht an Daten, sondern am Gesamtbild

Das Property-Management-System zeigt, welche Zimmer gebucht sind. Das Housekeeping arbeitet mit Reinigungsplänen. Die Gebäudetechnik kennt eingestellte Sollwerte. Servicewünsche erreichen die Reception über Telefon, Türschilder oder persönliche Rückfragen.

Was häufig fehlt, ist eine gemeinsame, aktuelle Sicht:

  • Welche Leistungen wünschen die Gäste tatsächlich?
  • Welche Zimmer können zu welchem Zeitpunkt effizient gereinigt werden?
  • Wo weichen Temperatur oder Luftfeuchtigkeit über längere Zeit ab?
  • Werden relevante Wassertemperaturen zuverlässig eingehalten?
  • Wie verhalten sich Raumbelegung, Raumklima und Energieverbrauch zueinander?

Hotel Usage Analytics von alfons.io führt solche Informationen zusammen. Sensoren erfassen definierte Zustände, ein Gateway überträgt die Daten an die IoT-Plattform, welche sie in zentralen Dashboards darstellt. Aus einzelnen Messwerten werden so Informationen, auf deren Basis das Hotelmanagement handeln kann.

IoT für Hotel: alfons.io führt alle relevanten Sensordaten zentral in einem übersichtlichen Dashboard zusammen

Vier Anwendungen, die Hotelbetriebe entlasten

1. Service-Buttons: Housekeeping nach dem tatsächlichen Bedarf planen

Die tägliche Zimmerreinigung ist personalintensiv. Gleichzeitig wünschen nicht alle Gäste jeden Tag denselben Service. Einige möchten eine vollständige Reinigung, andere lediglich frische Handtücher oder bewusst keinen Zimmerservice.

Mit einem Service-Button im Hotelzimmer können Gäste unter anderem Reinigungs- und Handtuchdienste direkt anfordern. Die gewählte Leistung wird digital übermittelt und steht dem Hotelbetrieb zentral zur Verfügung. Servicewünsche müssen dadurch weniger häufig telefonisch, über Türschilder oder über die Reception weitergegeben werden.

Für das Housekeeping entsteht eine verlässlichere Planungsgrundlage:

  • Reinigungsleistungen werden stärker am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet.
  • Unnötige Wege, Rückfragen und Unterbrechungen werden reduziert.
  • Mitarbeitende erkennen frühzeitig, welche Leistungen in welchem Zimmer gefragt sind.
  • Wasser, Reinigungsmittel, Wäsche und Arbeitszeit werden gezielter eingesetzt.
  • Gäste erhalten mehr Kontrolle über ihren Aufenthalt.


25 Prozent weniger Reinigungskosten

Durch die bedarfsgerechte Planung und den gezielteren Einsatz der Ressourcen lassen sich die Reinigungskosten mit dem Service-Button um 25 Prozent senken. Der Nutzen entsteht dabei nicht allein durch das Gerät: Entscheidend ist, dass die erfassten Wünsche direkt in die Einsatzplanung des Housekeepings einfliessen. So verbessert die Lösung gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit, die Arbeitsorganisation und das Gästeerlebnis.

2. Belegungsdaten: Besser planen, ohne Gäste zu stören

Eine Buchung zeigt, dass ein Zimmer vergeben ist – aber nicht zwingend, ob es im Moment genutzt wird. Raumbelegungssensoren können mittels Bewegungs- oder Infrarottechnologie Belegungszustände erfassen und diese Information für operative Prozesse bereitstellen.

In Kombination mit den Serviceanfragen ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten:

  • Reinigungszeitpunkte lassen sich besser abstimmen.
  • Unnötige Störungen belegter Zimmer können vermieden werden.
  • Belegungs- und Nutzungsmuster werden über einen längeren Zeitraum sichtbar.
  • Personal- und Einsatzpläne erhalten eine bessere Datengrundlage.
  • Energie- und Komfortdaten lassen sich im Kontext der tatsächlichen Nutzung beurteilen.

Es geht nicht darum, einzelne Gäste zu überwachen. Erfasst werden nur jene Zustände, die für den definierten betrieblichen Zweck erforderlich sind. Sensorik, Zugriffsrechte, Aufbewahrung und Gästeinformation müssen entsprechend ausgestaltet werden.

IoT im Hotel: Smart Buttons für rasche Gästefeedbacks
Belegungsdaten zeigen, welche Zimmer aktuell genutzt werden und wie sich die Auslastung entwickelt. So lassen sich Reinigungszeitpunkte und Ressourcen gezielter planen.

3. Wasserhygiene: Kritische Temperaturverläufe frühzeitig erkennen

Hotels verfügen häufig über grosse und komplexe Sanitärinstallationen. Je nach Zimmerauslastung oder Saison werden einzelne Leitungen und Nasszellen zeitweise wenig genutzt. Das kann zu stagnierendem Wasser führen und das Risiko einer Legionellenvermehrung erhöhen.

Die Empfehlungen des BLV sehen für Hotels deshalb ein betriebliches Selbstkontroll- und Legionellen-Management vor. Dazu gehört unter anderem, die Solltemperaturen von Warm- und Kaltwasser an repräsentativen Stellen regelmässig zu kontrollieren.

Vernetzte Temperatursensoren unterstützen diese Aufgabe rund um die Uhr:

  • Wassertemperaturen werden an definierten Messpunkten laufend erfasst.
  • Temperaturverläufe werden zentral dokumentiert.
  • Abweichungen von festgelegten Grenzwerten werden schneller sichtbar.
  • Verantwortliche können bei Auffälligkeiten gezielt reagieren.
  • Historische Daten verbessern die Nachvollziehbarkeit der betrieblichen Selbstkontrolle.

Temperatursensoren messen keine Legionellen, sie überwachen lediglich relevante Risikofaktoren. Risikobasierte Wasserproben, die fachgerechte Beurteilung der Sanitärinstallation und weitere Präventionsmassnahmen bleiben notwendig.

4. Raumklima und Luftqualität: Die Wirkung der Gebäudetechnik sichtbar machen

Eine fix eingestellte Raumtemperatur von 22 Grad sagt wenig darüber aus, wie sich das Klima in jedem einzelnen Hotelzimmer tatsächlich entwickelt. Lage, Sonneneinstrahlung, Gebäudehülle und Nutzung können dazu führen, dass Zimmer unterschiedlich warm, kühl oder feucht sind.

Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren machen diese Unterschiede bei Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder CO₂-Konzentration sichtbar. Das Hotelmanagement kann Entwicklungen über Zimmer, Etagen oder Zeiträume vergleichen:

  • Welche Zimmer sind wiederholt zu warm oder zu kühl?
  • Wo treten ungewöhnliche Feuchtigkeitswerte auf?
  • Erreichen Heizung, Lüftung und Kühlung in den Räumen die gewünschte Wirkung?
  • Entstehen Abweichungen zu bestimmten Tageszeiten oder bei bestimmter Belegung?
  • Wo lohnt sich eine genauere technische Prüfung?

Werden zusätzlich Energieverbrauchsdaten angebunden, lassen sich Nutzung, Raumklima und Verbrauch gemeinsam betrachten. So entstehen bessere Grundlagen, um Betriebszeiten, Einstellungen und Investitionen gezielt zu überprüfen.

So funktioniert Hotel Usage Analytics mit alfons.io

Die Hotellösung verbindet mehrere Komponenten zu einem gemeinsamen System:

1. Sensoren erfassen definierte Zustände: Dazu gehören je nach Anwendungsfall Raumbelegung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wassertemperatur, Parkplatzbelegung oder Serviceanfragen.

2. Ein LoRaWAN-Gateway übermittelt die Daten: Das Gateway verbindet die Sensoren mit dem Internet und leitet die Messwerte an die IoT-Plattform weiter. 

3. alfons.io führt die Informationen zusammen: Die Plattform aggregiert die Daten und stellt sie in übersichtlichen Dashboards dar. Entwicklungen, Abweichungen und Nutzungsmuster werden an einem Ort sichtbar.

4. Auswertungen und Alarmierungen unterstützen den Betrieb: Aus den erfassten Daten entstehen konkrete Informationen für Housekeeping, Hotelmanagement oder Gebäudeverantwortliche. Offene Schnittstellen ermöglichen zudem den Datenaustausch mit vorhandenen Hotelanwendungen, sofern die jeweiligen Systeme passende APIs bereitstellen.

Die Lösung kann mit einem klar abgegrenzten Anwendungsfall starten und später um zusätzliche Sensoren, Gebäude oder Standorte erweitert werden.

Kundenbeispiel Hotel Cascada: Gästewünsche und Raumdaten gemeinsam nutzen

Im Hotel Cascada kommen zwei sich ergänzende Systeme zum Einsatz: ein 6-Tasten-Panel, über das Gäste den gewünschten Reinigungsumfang auswählen können, sowie ein separates Sensorgerät für Belegung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Damit erhält der Betrieb sowohl direkte Servicewünsche als auch Informationen zur Nutzung und zum Raumklima. Dadurch konnten Reinigungsprozesse stärker am Bedarf ausgerichtet, Reinigungskosten reduziert, das Gästeerlebnis verbessert und die betriebliche Effizienz erhöht werden.

Das Beispiel zeigt den eigentlichen Wert der Lösung: Nicht ein einzelner Sensor verändert den Hotelbetrieb. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Gästewunsch, Nutzungsdaten und einem Prozess, der daraus die richtige Handlung ableitet.

IoT im Hotel: Hotel Cascada setzt Smart Buttons zur Effizientsteigerung ein
Hotel Cascada setzt auf Smart Buttons von arcade

Mehr Transparenz, mehr Zeit für den Gast

Hotel Usage Analytics ersetzt weder erfahrene Mitarbeitende noch persönliche Gastfreundschaft. Die Lösung hilft jedoch, wiederkehrende Abläufe auf eine bessere Datengrundlage zu stellen.

Service-Buttons machen Gästewünsche direkt sichtbar und können die Reinigungskosten um 25 Prozent senken. Belegungsdaten unterstützen das Housekeeping. Temperatur- und Feuchtigkeitswerte zeigen, wie sich das Raumklima tatsächlich entwickelt. Die Überwachung relevanter Wassertemperaturen unterstützt das betriebliche Legionellen-Management. alfons.io führt diese Informationen an einem Ort zusammen.

Wo fehlt Ihnen heute die nötige Transparenz?

Ob Housekeeping, Wasserhygiene, Raumklima oder Parkplatz-Management: Gemeinsam prüfen wir, welcher Anwendungsfall in Ihrem Hotel den grössten Nutzen verspricht und wie sich ein sinnvoller Pilot umsetzen lässt. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf – wir beraten Sie gerne.

IoT-Potenzial im Hotel prüfen
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